2 weiße Laken

 

hängen im Wind und der Winter ist kalt! Christbaumkugeln glänzen seidig im Licht - fröhliche Kinder packen alles aus was schön eingepackt zur Freude ihrer Eltern steht ein Gläschen Sekt für alle auf dem beigen Beistelltisch - der mit einer Sternchendecke Furore macht! Die weißen Laken wehen und noch in den Wehen, sterben zwei Kinder im noch runden Bauch der Mutter deren Kinder noch fröhlich mit den Geschenken spielen.

Inschrift

Auf einmal wachte ich blutend und zusammengekauert in einem Zimmer auf, welches eine leichte Ähnlichkeit mit einer Gummizelle hatte Meine Neuronen schienen Tango zu tanzen und ein leichter Hauch von der sogenannten Ewigkeit machte sich in mir bemerkbar. Ich sah kein Licht und keine irrealen Gestalten um mich herumtanzen, wie diese schon oft von Menschen gesehen worden waren, die dachten sie währen dem Tod sehr nahe. Ich achtete auf meine körperliche Wahrnehmung und begann alles um mich herum, wie mit einem Schwamm, aufzusaugen. Über mir hingen grelle Neonleuchten und die Wände waren unverkleidet; auf einem kleinen Tisch, welcher an der Wand stand, präsentierte sich ein Bild mit zwei jungen Menschen darauf. Ein Schwarz/Weiß Bild. Ich erkannte, das es zwei Kinder waren die leicht bekleidet in einer Art Garten sich so aufgestellt hatten, das der Fotograf ein leichtes Spiel gehabt haben mußte. Ich sah, das ein Kind auf dem Bild mir sehr bekannt vorkam und schaute ihm tief in die Schwarzweißen Augen. Traurigkeit machte sich in diesen Kinderaugen breit und der Fotograf spiegelte sich in denselben wieder. Ich erkannte einen schwarzen Anzug und sah das der Fotograf eine Zigarette rauchte, während er das Foto schoß. Ich nahm den Garten wahr, der auf dem Foto ebenfalls abgebildet war und sah plötzlich Dinge, wie zum Beispiel ein überdimensionierter Apfelbaum, die seltsamerweise nur in meiner Phantasie zu sein schienen. Vögel flogen umher, Hunde verbellten eine Katze und die Kinder flüsterten sich etwas zu. Der Fotograf ermahnte sie, damit die beiden Kleinen nicht wackeln, um aus dem Foto das Optimum herauszuholen. Die Kinder begannen zu lächeln und ein Blitz erhellte den Garten für eine kurze Zeit. Durch den Blitz entfleuchte die Phantasie und stoß mich wieder in diese zutiefst unangenehme Realität.

Das Neonlicht zerbiß die kahlen Wände und zerleuchtete mein Gehirn. Ich schaute mich weiter um und sah noch eine kleine Spinne, welche gerade ein höchst filigranes Netz an der Neonlampe baute, um irgendwelche, meines Erachtens nach nicht vorhandene, Insekten zu fangen. Mein Magen begann einen kleinen Krieg mit mir zu starten und schließlich fühlte ich das ich wohl Hunger habe. Nein, er begann keinen Krieg, der Krieg war in vollem Gange und mein Magen vollführte wahre Hungertänze und schrie mich förmlich an, damit er was zu essen bekommt. So sehr ich auch suchte, etwas zu essen gab es nicht in diesem Raum und ich sah auch keine Möglichkeit um an etwas eßbares ranzukommen. Es gab keine Tür, durch die ein eventueller Wärter hätte etwas zu essen reichen können; und selbst etwas zu trinken war nicht in Aussicht. Nichteinmal genug um meinen "schreienden" Magen beruhigen zu können. Ich begann zu zittern, zu schwitzen und fing langsam wieder an zu phantasieren. Diesmal brauchte ich nicht dieses Bild, sondern mein Hunger schaffte es ohne fremde Hilfe meine Gedanken kreisen zu lassen.

Nebel breitete sich aus und allein stapfte ich durch ein sumpfartiges Gelände. Viele mir unbekannte Pflanzen und Tiere beobachteten mich, wie ich begann an meinen Fingernägeln zu knabbern. Es sah so aus als würde mich die gesamte Flora und Fauna dieses Gebietes auslachen. Nachdem meine Fingernägel weggeknabbert waren, begann ich meine Fußnägel anzuknabbern. Ich knabberte solange, bis ich mein eigenes Fleisch zu schmecken bekam und mit einem kotzüblen Gefühl, wachte ich wieder auf.

Mein Hunger folterte mich. Ich schätzte, das wenn ich mich in einem Spiegel betrachten würde, das ich mich nicht wiedererkennen könnte. Denn wenn ich so an meinem Körper herabschaute sah ich nichts, außer Haut und Knochen. Bilder von Judendeportationen aus dem sogenannten Dritten Reich stiegen in mir auf, sobald ich mich von oben nach unten betrachtete. Plötzlich entdeckte ich in einer Ecke dieser Zelle einen kleinen, spitzen Mauerstein. Langsam stiegen wieder neue Kräfte in mir auf, denn ich erahnte eine Möglichkeit meinem Hungertode zu entkommen. Ich kroch, körperlich sehr geschwächt, zu diesem Stein, nahm meine linke Hand und begann solange zu reiben bis der kleine Finger vor meinen Augen zu Boden fiel. Mein Ziel, endlich etwas zu essen zu bekommen, lenkte mich von dem Schmerz, welcher unweigerlich vorhanden sein mußte, ab und ich aß langsam aber bestimmt einen zunächst kleinen Teil meiner Fingerkuppe. Langsam, ich hatte schon zwei Drittel meines Fingers aufgegessen, stiegen meine Lebensgeister wieder in mir auf, die aber durch den plötzlich einsetzenden Schmerz sofort wieder verdrängt worden sind. Ich schrie. Angst stieg in mir auf; aber solange ich noch denken konnte, funkte ein kleiner Stern der Hoffnung in mir, lebensnotwendige Signale. Langsam ließ der Schmerz nach. Der Hunger kam wieder. Folglich aß ich den Rest meines kleinen Fingers, um zumindest das Hungergefühl in Schach zu halten. Um nicht noch mehr Körperteile von mir essen zu müssen, malte ich mit meinen Fingern ein Schachbrett auf den äußerst staubigen Betonfußboden. Ich versuchte mich durch physische Anstrengungen von meinem immer wiederkehrenden Hungergefühl zu befreien. Nach dem Schachbrett kratzte ich andere Dinge in den Fußboden und stellte mir vor, wie nachfolgende Generationen meine Zeichnungen entdeckten. Letztendlich war der Hunger stärker und ich rieb mir den Daumen an dem Mauerstein ab, um wieder klar denken zu können - mit einem arbeitenden Magen. Ich begann wieder zu schreien. Vielleicht konnte mich ja doch wer hören? Ich schrie und schrie und schrie und ich fühlte den Wahnsinn in mir aufsteigen.

Ich begann kleine Geschichten in die Wände zu kratzen, damit der Herr Wahnsinn nicht noch näher treten konnte. Ich schrieb Geschichten über fröhliche Kinder, sonnige Tage und einer Menge leckerem Essen. So schrieb ich, ich weiß nicht wie lange, alle Wände voll und lenkte mich von meinem Hunger ab, der mich mittlerweile schon meine gesamte linke Hand gekostet hatte. Ich wagte es nicht mal mehr an meinem mir doch eigentlich so vertrauten Körper herabzublicken, um nicht vor Schreck in Ohnmacht zu fallen, aus der ich wahrscheinlich nie mehr aufwachen würde. Mittlerweile sammelte ich meinen Urin, der ja unglaublich gesund sein soll - oh, was für ein Paradoxon - um ein paar Mineralien in mir aufzunehmen. Auch daß nutzte nicht viel. Das salzige Urin machte mich nur noch durstiger und hungriger, obwohl es doch genau das Gegenteil erreichen sollte. Langsam erloschen meine Lebenslichter. Ich begann zu sterben. Meinen Körper, welcher sich mittlerweile nur noch auf Stumpen fortbewegen konnte, wollte ich nicht noch mehr verstümmeln. ich schloß meine Ausgen und fiel, sehr geschwächt, in einen, meines Erachtens nach, in einen todesähnlichen Schlaf. Lichter sah ich trotzdem nicht, obwohl der Tot näher war als mein Leben in den vergangenen Tagen. Nun ist Schluß mit meiner Erinnerung und ich bestehe nur noch aus einer Ahnung. Alles was hier niedergeschrieben steht auf den Wänden, wartet darauf gelesen zu werden. Vielleicht werde ich ja, wie das bei den meisten Menschen leider so ist, jetzt, wo ich Tot bin, berühmt. Ich sollte noch erwähnen, das diese Zeilen alles sind was ich die letzte Zeit hatte. Ich weiß nicht wo ich bin, warum ich hier bin und ob ich überhaupt bin. Erschreckt nicht bei meinem Anblick; ich habe nur versucht solange zu leben bis mich endlich wer aus diesem Loch herausholt. Ich schlafe gleich gänzlich ein und wache bestimmt nie wieder auf. Ich bin erlöst.

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Im Winkel des Komas

Im Auge von Gott und seiner ekelhaften Güte, die mich angewidert umkehren läßt um nicht an meiner Vorstellung zu zerbrechen, stehe ich und muß mir einen Psalm anhören, den ein Straßenfeger allen um die Ohren schlägt! Gottes ekelhafte Güte "soll erreichen", predigt er, nennt es aber anders - Ich gehe weiter, reiche mir meine Hand & lasse mich in der Endlichkeit erblühen und beginne diesen Psalmschreier zu vernichten! Und über den Wolken soll Freiheit sein vielleicht die Freiheit des Andersdenkenden und grenzenlos falle ich aus allen Wolken in die Narretei die ich im Taumel der Freude über den Götterfunken verloren habe - sehe ich mich in der Hölle wieder ? oder sitzt die Hölle in mir ? Aber wenn die Hölle mich in mir findet, müßte ich leibhaftig sein und wahrhaftig bin ich vielleicht - geboren in der Tugend meiner Not und komme nicht wieder ohne eine Rose sterben zu lassen, die in der Höllenflut gewachsen ist wie ein Engel ohne Flügel, der ohne Absicht auf die Erde fällt. Wenn ich mir was wünschen dürfte ist doch auch ein schlechter Witz und wenn ich allzu glücklich wäre, hätte ich Sehnsucht nach der Traurigkeit, die sich nicht wie Tusche wegwischen läßt und mich in ungeahnte Tiefen wieder empor bringt. Vielleicht ist es besser wenn es nicht schlechter ist und wie ein flügellahmes Schreckgespenst wälze ich mich in den Händen die sich mir darbieten während ich falle und während des Falles alle meine Feinde ihr Gesicht verziehen und mir nicht verzeihen, daß ich auch Freunde habe die mich nicht fallen lassen brauchen, wenn sie nicht wollen das ich wieder aufersteh, ohne Dir und mir Sorgen zu machen, die am nächsten Tag begleitet werden von diesen jämmerlichen Psalmen die wie ein Irrflug noch über mir stehen und mich in meinem Dasein vernehmen. Steht das Dasein allein kann ich mir nicht vorstellen das es noch anders wird und wenn es anders wird stehe ich nicht so allein, wie, wenn meine Freunde mich nicht brauchen Aber wenn ich nicht gebraucht werde, wozu stehe ich dann noch hier und versuche nicht gebraucht zu werden, und wenn mir das nicht gelingt werde ich wie die Rose vernichtet ohne mein Zutun und glänze höchstens noch im Lack der Geschichte, die Gestern noch Geschichte war und heute nicht mehr ist als Vergangenheit. Und in der Vergangenheit sind Millionen gestorben die heute schon vergessen und Erinnerung schlägt fehl wie ein verschossener Elfmeter in der E - Jugend auf dem Fußballplatz der Geschichte nebenan. Lasse ich den Wahnsinn tatsächlich sinnig erscheinen und lache mich in meinen nicht vorhandenen Bart kaputt wie ein altes Matatu, kann es sein das ich mich verleugne, aber leugne ich nicht schon genug? Oder schon so lange? Am Anfang steht die Schöpfung - steht geschrieben - am Ende stehe ich und verlange alles von euch, was ihr mir nie gegeben habt. Das Ende ist nicht ein Anfang der sich wiederholt und auch keine Expertise, die du für deine Magisterarbeit brauchen könntest, so kann es doch ein Vorhang sein und ich die Zugleine, die dein Leben verdunkelt. Schreibe ich meine Memoiren, schreibe ich dein Leben mit meinen vollen Zügen hinter mir auf und vergesse, das ich nichts weiter als ich bin. Normalerweise würde ich jetzt anfangen dir nicht mehr zu glauben, aber die Heilsarmee will es so und dann überfällt mich wieder diese Hilflosigkeit, die dein Leben gänzlich verändert hat, und mein Leben gefangen nehmen will. Europa vorn - und kann mich hinten - hoffend, das noch eingewandert wird, bevor die Laune gänzlich erlischt, wie ein Glühwürmchen ohne Herz. Inmitten dieser Phrasen drehen sich die Klüngel, reihen sie sich auf, vergessen das ich mal gewesen und hoffe doch, das dieser neue Besen, kehret gut und nicht mehr hinterläßt als die Asche der Gefallenen, die sinnlos das Opfer gespielt haben ohne es wollen zu können. Sicherlich mache auch ich Fehler, denn allein der Betrug des täglichen Daseins, reizt alles aus und versteckt die Zuneigung in einer Art Komposthaufen, welcher wie von Maden durchsetzt, unheimliche, faulige Geräusche macht, die dich und mich zusammenzucken lassen, wie beim ersten Mal. Natürlich gibt es auch hier Grenzen, aber das Wachstum läßt sich nicht so schnell stoppen wie ein Güterzug z.B. auf dem ein paar Tramper aufgesprungen sind, die von der Polizei operativ entfernt werden müssen. Aber letztendlich wird der finden, bis die sucht, die niemals finden wird, ohne Hilfe beim einschreiben der Programmierung deiner Lebensleistung, die du von dir selbst verlangst, ohne gefragt zu werden. Alles ich und anders du und alleine schließe ich die Schenkel meiner Träume und verfluche mein jetzt ohne auf dich zu warten. Spieglein, Spieglein an der Wand wer ist die Größte hier in meiner Hand, die du mit mir teilst.

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Denk an Dich und weiß nicht was ich denken soll

Sehe mein Lächeln, rieche dein Haar, atme eine Luft, die Süßholz duftet spreche deinen Klang, verliere meine Sinne. Schauderhafte Wellen erschauern alles was ich wahrnehme, pulsieren ein Gefühl, welches deinem Augenaufschlag gleicht. Vorhänge aus Angst und Neugier denken an dein Gemüt. Worte klingen wie Neuroleptika, wenn ich sie bei dir suche und erahnen kann. Meine Augen sehen durch Deinen Mund und deine Wimpern schlagen wie mit dem Taktstock genau in die Mitte meines Herzens, welches wohl bei dir vermutet werden kann. Dann bewegt sich deine Eleganz, hebt sich ab und kommt neben meiner Verläßlichkeit zum liegen, verweilt dort einen Moment, um dann in der Zuneigung langsam zu verebben - wie ein Meer aus gegensätzlichen Gefühlsangleichungen! In der Straße steht dein Licht daß meinen Weg beleuchtet und ich warte darauf das ich auf mir zugehe und zu mir sage:" '‚Komm laß uns gehen Hand in Hand!' Wie Träume, die sich mir dich träumen lassen und dein Gefühl spüren, das so offen noch nie gewesen und auch nie sein wird. Festhalten ist alles was ich noch kann loslassen ist wie wegnehmen und sich selbst bestehlen - in diesem einen Fall. Doch daß ist noch nicht Alles Alles wäre auch schon zuviel aber zu wenig ist auch nicht genug vorausgesetzt: Ich oder du weißt was denn Genug ist - oder bedeutet. Ist es schon genug allein an dich zu denken, oder genügt es allein den Gedanken zu haben an dich denken zu können; wenn ich das möchte? aber diese Frage können wir später klären. Wie wäre es wenn... und aber...wie wäre es wenn nicht? Gedanken haben keine Schonzeit wie Hirsche und alles was mir von dir bleibt, ist der Gedanke Schlafen ist manchmal wie Sterben oder Leben und Leben ist manchmal wie Schlafen Festhalten ist alles was ich noch kann loslassen ist wie wegnehmen und sich selbst bestehlen - in auch diesem Fall. An einem Tag berühren sich unsere Seiten, streichen aneinander vorbei ohne zu grüßen, lassen hoffen, aber ohne Wahl. Einen Briefbeschwerer möchte ich haben um zu beschweren, was ich schon immer einmal beschweren wollte; dein Haar vielleicht oder deinen Mund. Ich erinnere mich schon mal dein Gesicht gesehen zu haben, in einem Schaufenster, nicht die Puppe, im Fenster direkt. Und plötzlich war ich da und du wieder weg ohne mich verabschiedet zu haben. Dein Kuß möchte ich sein mit deinem Lächeln sehen über deine Ohren wahrnehmen und in deinem Haar schwimmen Laß uns Freunde verteilen und sehen was dabei herauskommt - Laß uns gemeinsam Filme drehen und anschauen, was dabei herauskommt Laß uns Wiesen wachsen und Bäume pflücken, laß uns den Himmel besteigen und die Erde schneller drehen, um zu sehen was dabei herauskommt. Teilen wir uns ziehen sich die Hälften auseinander oder vielleicht zusammen, aber Gegensätzliches zieht sich nicht an im Gegenteil! Soli kommt vor dem Schmeißen schmeißen kann ich nicht, weil du dann weg wärst und Solo paßt mir schon ganz gut - weil, du bist ja da und ich mit dir ohne mich zu wissen. Das ist schon ganz schön viel und jetzt wo in der Dämmerung der Vorhang weht, spüre ich wie du lachst und bleibe beim hoffen, ohne an dich zu denken. Wenn auch noch nicht Alles, aber Alles was ich habe ist das was ich mir selbst gebe und deine Augen, die durch meinen Mund sehen. Ich denk an Dich und weiß nicht was ich denken soll!